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IT-Architektur und Blueprints

Eine IT-Architektur beschreibt die Komponenten eines IT-Systems, ihre Beziehung untereinander (also Struktur) sowie Prinzipien und Richtlinien, die das Design und die Weiterentwicklung bestimmen. Mit Struktur sind dabei nicht nur statische Aspekte eines IT-Systems wie z.B. Komponenten, ihre Schnittstellen und Beziehungen untereinander gemeint, sondern auch dy-namische Aspekte wie etwa die Kommunikation zwischen den einzelnen Baugruppen. Sie legt alle Segmente, HW-, SW- und externe Einheiten des Systems fest. Entsprechend den Vorgaben werden für jede HW- oder SW-Einheit eine enstrechende Sub-Architekturen sowie für die jeweiligen Ele-mente die Spezifikationen erstellt und zu einem umfassenden zentralen Ar-tefakt zusammengefasst. Einerseits legt die Architektur Grundstrukturen fest und definiert Regeln, die bei der zukünftigen Entwicklung einzuhalten sind. Anderseits liefert eine Architektur der Administration ein Rahmenwerk, in das Infrastrukturen und Anwendungen für bekannte als auch für unvorhergesehene zukünftige Erfordernisse eingebaut werden können.
Die IT-Architektur des LSB-Projekts besteht aus technischen Infrastruktur (technische Dienste) und einer softwaretechnischen Komponente (fachliche Dienste). Die Infrastrukturarchitektur erfasst eine ganzheitliche Sicht auf das System aus technischen und fachlichen Services. Hierzu zählen das technische System (Hardware, Plattformen, Standorte, Netzwerke), die Konfigura-tion und das Management (Kapazitätsplanung, Lastverteilung, Datensicherung etc.).  Demgegenüber umfassen fachliche Service softwaretechnische Komponenten, welche eine Menge von fachlich motivierten gegenstands- bzw. vorgangsbezogene Routinen anbieten (ERP, SCM, Middleware, WWW, E-Mail etc.).
Ein hohes kommunikations- und informationstechnologisches Niveau und flexible Architketur sichert das wissenschaftliche Arbeiten des LSB-Teams und dessen Kooperationspartnern.  Der Ausbau und die Weiterentwicklung rechnergestützter IT-Dienste entfalten sich als ein maßgebliches Instrument zur Verwirklichung erfolgreicher Projekte in Forschung und Lehre. Wesentli-ches Ziel der LSB-IT-Architektur ist die Schaffung und Gewährleistung einer soliden, hoch qualitativen und adaptiven IT-Plattform. Eine gut durchdachte Architektur definiert dabei wieder verwendbare und zuverlässige IT-Bausteine, Prozesse und Verfahrensweisen für die Bereitstellung und den Betrieb der IT, die zur Umsetzung der Anforderungen einer modernen Forschungsplattform benötigt werden. Desweiteren kann eine IT-Architektur die Kosten der Abwicklung, eine Optimierung der Kosten für den Einkauf, den Support, die Wartung und Schulung sowie durch die Wiederverwendung von IT-Komponenten und Ressourcen spürbar beeinflussen.
Eine IT-Architektur ähnelt dem Bauplan für ein Haus. Der Bauplan ist als zentraler Leitfaden für die vielen an der Errichtung und Instandhaltung der Infrastruktur beteiligten Personen und Gruppen zwingend erforderlich. Man stellt sicher, dass die Entwicklung in geordneten Bahnen erfolgt und den be-grenzten Ressourcen Rechnung getragen wird. Analog zum Bauplan gibt die IT-Architektur eine Leitlinie für aller an der Planung und dem Betrieb von IT-Systemen und Infrastrukturen beteiligten Personen.
Einzelne Systeme können entsprechend spezifischen Anforderungen der Besitzer realisiert werden. Doch jedes System wird nach definierten Stan-dards und Richtlinien gestaltet (analog zu Bauvorschriften) und die Komponenten entsprechend allgemeiner Selektionskriterien ausgewählt. Damit ein maßgeschneidertes Konzept möglichst schnell entwickelt und implementiert werden kann, benutzt man so genannte Blueprints („ Blaupausen“) und Re-ferenzarchitekturen.
Der Ausdruck „Blueprint“ ist im Rahmen einer Plattformkonzeption übertra-gen zu verstehen: als das Standardmodell für eine Individualsysteme. Es besteht aus einzelnen „building blocks“, die möglichst flexibel unter Einhal-tung der Abhängigkeiten zu verschiedenen Varianten kombiniert werden können. Ähnlich dem  Architektenentwurf für ein Gebäude, zum Beispiel beim Hausdach, zeichnet man also nicht jedes Mal neu, sondern nutzt bereits vorhandene Planungen („Best Pratices“) und wandelt diese jeweils nach funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen ab.  Blueprints erleichtern aber nicht nur dem Systemarchitekten die Umsetzung, sondern auch den späten Systemadministratoren den Umgang mit der jeweiligen Gesamtsystem. Eine Referenzarchitektur ist ein Konstrukt, welches standardi-sierend für die eine Gruppe von Informationssystemen wirkt.

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LSB SummerCamp 2011 in Leipzig
Vom 26.-30.09.2011 - Weitere Informationen finden sie hier.
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